Generationen werden am Berliner Stadtschloss bauen

12.04.2010 19:26 von Tomas Kayser (0 Kommentare)

BERLINER STADTSCHLOSS IN GEFAHR

Bild Kudamm Denkmalerei
Berliner Stadtschloss

Der Bau des Berliner Stadtschloss ist zwar beschlossen, offenbar wird es aber Generatinen dauern, bis es fertig ist. Das gab heute Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) zur Kenntnis. Die Fertigstellung des Baus sei von Spendegeldern abhängig. Statt der benötigten 80 Millionen Euro seien erst 20 Millionen eingegangen.


Nach einem Besuch im Planungsbüro des Architekten Franco Stella bestätigte der Minister, dasss sich die Fertigstellung aller Planungseinheiten über Generationen ausdehnen könne. Insbesondere die Herstellung aller historischer Fassaden sei abhängig von privaten Spenden.Für diese sei in den Planungen ein Gesamtbetrag von 80 Millionen Euro vorgesehen, die erst zu einem Viertel durch Zusagen privater Spenden abgedeckt seien.

Die Gesamtkosten des lange umstrittenen Baus belaufen sich nach derzeitiger Planung auf 550 Millionen Euro. Die nach dem ausgeschriebenen Wettbewerb umstrittene Beazuftragung Stellas ist seit dem 30.12.2009 durch Gerichtsbeschluss bestätigt. Während des schwebenden Verfahren wurden die Planungsarbeiten jedoch fortgesetzt, so dass keine Planungsverzögerung eintrat.

Äußerlich soll das Schloss wieder so schön aussehen wie früher. Es soll seine barocken Stadtfassaden und den Schlüterhof soie die historische Kuppel zurück erhalten, wenn es gelingt, die dafür erforderlichen Gelder zu beschaffen. Damit würde es wieder das zentrale Bauwerk der Stadt. Dennoch erhält es eine moderne Ostfassade zur Spree hin und eine schlichte, moderne Westfassade im Schlüterhof. Anstelle der dort früher mit Schlüters Architektur wenig harmonierenden Fassade des Quergebäudes im Stil aufdringlicher Neorenaissance aus dem Jahr 1873 hat man sich für eine mehr harmonierende Lösung entschieden.

Im Inneren wird es ein moderner Bau werden, der in seiner Gestaltung es dennoch kommenden Generationen ermöglichen wird, bedeutende Raumfluchten des alten Schlosses zu rekonstruieren. Ebenso plant Stella die Rekonstruktion von drei Portalen des Eosanderhofs und den Erhalt der noch vorhandenen Schlosskeller.

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